Katze vermisst – was tun?

Erfahrene Katzenbesitzer verhalten sich gelassen, wenn sie ihr Tier nicht sofort finden können. Vermissen Neulinge ihre Katze, reagieren sie oft panisch.

Nur keine Panik!

Ruhiges Überlegen ist oft hilfreicher als alles andere. Denn meist hat sie sich lediglich ein verborgenes Plätzchen zum Schlafen ausgesucht, und gerade das hektische Herumlaufen und Rufen ihrer Menschen veranlassen sie erst recht, in dem Versteck zu verharren.

Erst, wenn endlich Ruhe eingekehrt ist, taucht sie wieder auf, z.B. wenn man den bevorstehenden Tierarztbesuch schließlich telefonisch abgesagt hat. Diese Kunst des Versteckens beherrschen selbst Jungtiere schon.

Andere wurden versehentlich im Kleiderschrank oder in der Rumpelkammer eingesperrt, wo sie die Zeit verdösten, bevor die Befreiung nahte.

Katzen bevorzugen Höhlen oder ähnliche Geborgenheiten. Sie dort – selbst in der vertrauten Wohnung – ausfindig zu machen, ist oft aussichtslos. Man wird sich wundern, welche Ecken und Winkel uns Menschen im eigenen Hause noch unentdeckt geblieben sind.

Erste Maßnahmen

  • Suchen oder lassen Sie suchen in nachbarlichen Garagen, Kellern oder Gartenhäuschen.
  • In die Briefkästen geworfene Suchmeldungen. Nennen Sie eine Belohnung. (Dies ist aber umstritten, da es auch zum Katzenklau verführen kann)
    Beschreiben Sie Ihr Tier recht genau, vielleicht drucken Sie auch ein Foto ab.
  • Fragen Sie Nachbarn, auch Kinder helfen meist gerne.
  • Melden Sie Ihren Verlust umgehend dem ortsansässigen Tierschutzverein oder der Polizei, nutzen Sie den Lokalfunk, der eine Suchmeldung ausstrahlt.
    Vergessen Sie auch nicht die Anzeige in der Lokalzeitung.

Lockmittel Leckerchen

Nun lassen sich solche unangenehmen Suchaktionen oft abkürzen, wenn man sein Tier an ein Leckerchen gewöhnt hat, dessen Verabreichen stets mit dem gleichen Geräusch – z.B. dem Geklapper einer Dose – verbunden ist.
Am besten suchen Sie so abends, wenn es ruhig ist. Katzen haben ein ausgesprochen gutes Gehör, mit dem sie sich auch orientieren. Ja selbst in den Katzenaugen sitzen Hörzellen. Wen wundert’s da, dass das Hörvermögen dieser Tiere dem des Menschen wolkenkratzerhoch überlegen ist.
Meist lockt die geräuschvolle Verheißung eines guten Bissens die Katze über kurz oder lang aus ihrem Versteck.

Hier wird’s ernst!

Aber manchmal kann es auch ernst werden. Besonders, wenn ein Tier in panischer Angst in einer fremden Umgebung, also im Urlaub oder beim Tierarzt das Weite sucht.

Normalerweise wagt sich eine Katze nur sehr vorsichtig aus dem Hause, immer bereit, sofort in die Geborgenheit zurückzufliehen, wenn sie Gefahr vermutet. Deshalb kennt sie den Heimweg auch genau.

Aber durch törichtes Verhalten der Menschen gab es auch schon tragische Fälle. So den, dass der Besitzer ihr zum allerersten Male die Haustür öffnete, unmittelbar nach Anlegen eines Flohhalsbandes, was die Katze in panische Angst versetzt hatte. Sie rannte wie gehetzt ins Freie und wurde im großstädtischen Getümmel nicht wieder gefunden.

Vorbeugen ist besser als suchen …

… und zwar so:

Die Katze besitzt

  • eine Ohrtätowierung, deren Nummer im zentralen Haustierregister von TASSO in Bonn hinterlegt ist, einen elektronischen Chip, der eine eindeutige Identifizierung ermöglicht, falls das Tier beispielsweise beim Tierschutzverein abgegeben wird.
  • Bei Tasso e.V. können Sie Ihr Tier kostenlos registrieren lassen (Täto-, Chipnummer). Damit ist eine deutschlandweite Suche – auch über die Tierschutzvereine – möglich.

Nur auf eines können Sie sich weniger verlassen: Die meisten Katzen finden nicht über Tausende von Kilometern wieder nach Hause. Sie schaffen dies lediglich über eine Distanz von etwa fünftausend Metern!